Behandlung mit körpereigenem Blutplasma

ACP steht für autologes conditioniertes Plasma. Bei diesem Verfahren gewinnen wir aus dem eigenen Blut des Tieres ein Präparat, das gezielt zur Behandlung eingesetzt werden kann.

Bei uns im TGZ kommt die ACP-Therapie insbesondere bei Arthrosen zum Einsatz, zum Beispiel bei Hüftgelenks-, Ellenbogen- oder Kniegelenksarthrose. Auch bei Wundheilungsstörungen können wir ACP je nach Befund einsetzen.
Ob die Behandlung für Ihr Tier geeignet ist, hängt von der jeweiligen Erkrankung, dem betroffenen Gewebe und dem individuellen Befund ab. Deshalb untersuchen wir das Tier zunächst gezielt und besprechen anschließend, ob ACP als Teil des Behandlungskonzeptes sinnvoll ist.

ACP-Therapie besprechen
Hände, die eine versiegelte, sterile ACP-Spritze über dem Bein eines Hundes im Tierärztlichen Gesundheitszentrum Töging halten.
Eine Hand drückt den Startknopf einer Hettich Rotofix 32 A Laborzentrifuge.

Gewinnung und Anwendung des ACP

Für die Behandlung entnehmen wir dem Tier Blut und bereiten es anschließend in einem speziellen Verfahren auf. Dabei entsteht ein Plasma mit einer erhöhten Konzentration an Thrombozyten, den sogenannten Blutplättchen.

Thrombozyten sind nicht nur an der Blutgerinnung beteiligt. Sie enthalten auch Botenstoffe, die bei Entzündungs- und Heilungsprozessen eine Rolle spielen. Das gewonnene Plasma setzen wir gezielt dort ein, wo die Behandlung erfolgen soll. Ziel ist es, lokale Entzündungsprozesse zu beeinflussen, Schmerzen zu lindern und körpereigene Reparaturprozesse zu unterstützen.

Bei Gelenkerkrankungen wird das ACP direkt in das betroffene Gelenk eingebracht. Bei Wundheilungsstörungen kann es an die Wundränder gegeben oder als sogenannter Clot, also in verdickter Form, direkt auf die Wunde aufgebracht werden.
Da das Präparat aus dem eigenen Blut des Patienten gewonnen wird, ist das Risiko einer immunologischen Unverträglichkeitsreaktion gering. Bei sehr unruhigen Tieren kann für die Behandlung eine Sedierung notwendig sein.

In der Regel führen wir drei Behandlungen durch: die erste am Tag 0, die zweite nach etwa fünf bis sieben Tagen und die dritte nach ungefähr drei Wochen. Die weitere Nachsorge richtet sich nach der Erkrankung. Bei Wundheilungsstörungen gehören dazu beispielsweise Verbandswechsel, bei orthopädischen Erkrankungen individuell abgestimmte Nachkontrollen.

Termin zur ACP-Behandlung anfragen

Bei welchen Erkrankungen kann ACP eingesetzt werden?

Im TGZ setzen wir die ACP-Therapie unter anderem ein bei:

  • Hüftgelenksarthrose
  • Ellenbogenarthrose
  • Kniegelenksarthrose
  • Wundheilungsstörungen unterschiedlicher Art

Ob ACP im jeweiligen Fall sinnvoll ist, entscheiden wir nach der Untersuchung und anhand des individuellen Befundes.

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